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Weingut St. Urbans-Hof

Mosel aus Riesling-Weinstöcken

Das Weingut St. Urbans-Hof feiert in diesem Jahr 70-jähriges Jubiläum: 1947 gründete Nicolaus
Weis das Gut und benannte es nach dem heiligen Schutzpatron „Urban der Winzer“. Nach Nicolaus’ Sohn Hermann bewirtschaftet heute Enkel Nik Weis die 40 Hektar Weinberge und eine private Rebschule. 99 Prozent seiner Weinberge sind heute mit Riesling bestockt. Aber, so betont Nik Weis: „Ich mache keinen Riesling, ich mache Mosel!

Riesling kann man in vielen Weinbauregionen erfolgreich anbauen. Moselwein ist allerdings ein Ding für sich. Moselweine sind nicht irgendwelche Rieslinge. Sie haben einen besonderen Charakter, den man sonst so nirgends findet. Zum einen aufgrund der gewissen Salzigkeit, die vom Schiefer herrührt und den Weinen eine feine seidige Struktur gibt. Moselweine sind niedrig im Alkohol und sehr aromatisch. Zum anderen können Moselweine sehr lange reifen.“

Nik Weis

Der „Wein-Regisseur“

Nik Weis führt das Weingut in der 3. Generation. Er studierte Weinbau und Kellerwirtschaft, bereiste viele Länder und konnte dort profunde Kenntnisse in der internationalen Weinszene erwerben. Seit 1997 wirkt er im Familienbetrieb mit. „Ich bin das, was die Franzosen als „Regisseur“ bezeichnen,“ sagt er von sich, „Ich habe die Philosophie unseres Weinguts erarbeitet und treffe alle wichtigen Entscheidungen für ihre Umsetzung.
Mein erklärtes Ziel ist es, große und authentische Moselweine zu machen, die ihre Herkunft im Geschmack spiegeln. Seit 2000 gehört unser Weingut Deutschlands dem Verband der deutschen Prädikatsweingüter (VDP) an. Im eigenen Weingut setze ich kontinuierlich auf die Verbindung von jahrhundertealter Tradition und Innovation zum Wohl der Weinqualität.“

 

Hänge an Mosel und Saar

Schiefer und ein gutes Klima für die Trauben

Die Lagen von Mosel und Saar beeinflussen die Trauben vom Weingut St. Urbans-Hof. Die teils sehr alten, wurzelechten Reben wachsen an dunklen, stark verwitterten und tonigen Schieferhängen. Der Schiefer speichert die Hitze des Tages und gibt sie auch in kühleren Nächten an die Reben ab. Den Trauben vermittelt er eine mineralische, fast schon salzige Note, einen Geschmack „wie der Salzrand am Glas vom Margarita Cocktail“, so Nik Weis.
Nachts fließt die Kaltluft aus dem Hunsrück und der Eifel ins Tal und kühlt die Trauben. Dieser große Temperaturunterschied von Tag zu Nacht ist wichtig für den Aromenaufbau beim Riesling. Der andere Hang des Weinguts, der Ockfener Bockstein liegt in einem Seitental der Saar. Er ist ein steiler Südwesthang mit Böden aus harter, verwitterter, geröllartiger Grauwacke: Diese Böden geben den Weinen ebenfalls Mineralität.

 

Weis-Wein mit markanter Note

Rauchig, fruchtig und leicht salzig

Die Trauben des Guts reifen sehr früh, ihre Weine sind vollmundig, gehaltvoll und würzig. Die Aromen der Weis-Weine erinnern an Pfeffer, Nelke und Muskat, an Orangenschale, Grapefruit und Quitte. Im Angebot sind geschmacklich trockene und fruchtig edelsüße Weine. Ein Beispiel: Der Gutsriesling gehört zu den trockenen Tropfen. Er ist frisch, hat eine feine Säure und in der Nase würzige und kräutige Noten. Seine feine Struktur verdankt er seiner Herkunft, den auf gut mit Wasser versorgten Flusssedimentböden rund um das Weingut.
Ein zweites Beispiel: Der Saarriesling ist die fruchtigere, saftigere Variante des Gutsrieslings und ist leicht, finessenreich, rund und harmonisch mit einem Hauch natürlicher Restsüße. Nik Weis hat natürlich noch eine Vielzahl anderer Lagen und Geschmäcker im Angebot – im Jahr keltert er über 20 verschiedene Weine. Dieselbe Rebsorte, derselbe Keller, derselbe Jahrgang – und dennoch sind alle komplett unterschiedlich, jeder der guten Tropfen hat seinen eigenen Charakter.

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- Nik Weis, Inhaber Weingut Nik Weis - St. Urbans-Hof

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